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Was man (mindestens!) über Mallorca wissen sollte

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11 Mai 2020

Nein, das ist KEIN Reiseführer, also erwarten Sie bitte keine Empfehlungen für Ausflüge und Besichtigungen! Hier geht (nur) es um Basiswissen!

Woher kommen eigentlich die Namen „Mallorca“ und „Balearen“?

Der Name Mallorca stammt von der lateinischen Bezeichnung „Insula Maior“ (bzw. Maiorica), übersetzt „größere Insel“ für Mallorca im Gegensatz zur „Insula Minor“ („kleinere Insel“) für das kleinere Menorca.

Kommen wir nun zu den „Balearen“. Was hat denn dieser Name zu bedeuten? Er ist abgeleitet vom altgriechischen Wort ballein (werfen) und bezieht sich auf die als Els Foners Balears(Steinschleuderer) gefürchteten mallorquinischen Söldner, aber hierzu später mehr.

Und wo wir schon mal bei Namen sind: Die Hauptstadt von Menorca heißt Mahon (oder Maó) und gilt als Namensgeber für die Mayonnaise. Als am 28. Juni 1756 der Hafen Mahón vom französischen Herzog Richelieu von den Engländern erobert wurde soll, abgeleitet aus dem Namen der Stadt, zu Ehren des Eroberers die „Mayonnaise“ erfunden worden sein, was den französisch klingenden Namen erklärt. Wenn das nicht stimmen sollte ist es in jedem Fall eine schöne Geschichte. (nur mal nebenbei: Olivenöl und Ei ist komplett falsch; Sonnenblumenöl und Milch richtiger, Knoblauch passt sowieso immer).

Anders als Mallorca war Menorca lange Zeit britisch: von 1708-1756 (s.o.), von 1763-1782 und von 1789-1802, geblieben ist die Liebe (und Produktion!) von Gin und plum-cakes.

Wer Mayonnaise erwähnt muss auch über Ketchup sprechen. Wo DER Name herkommt weiss keiner so recht. Kommt es evtl. von der auch in Spanien gebräuchlichen eher Essig lastigen Tunke Escabeche? (typischerweise vor allem zur Konservierung verwendet für Fisch oder Wild) oder kommt es doch aus dem Indonesischen, dort bedeutet kecap einfach Sauce, weshalb es erforderlich war erklärend „Tomatenketchup“ zu sagen?

Die Balearen, mehr Inseln als man denkt!

Wer nur an Mallorca und Ibiza im Kopf hat, irrt sich, denn die Balearen umfassen ca. 150 Inseln. Es gibt eine grobe Zweiteilung, die kaum noch gebräuchlich ist, aber wer bei Mallorquinern punkten will sollte sie kennen: die Gymnesianen (Mallorca, Menorca und Cabrera) und die Pityusen (bestehend aus Ibiza und Formentera).

Zu Mallorca gehören noch Cabrera (18,36 km²) und Dragonera (2,88 km²)

Mallorca ist die größte Insel der Balearen, die größte zu Spanien gehörende Insel und die siebtgrößte Mittelmeerinsel. Amtssprachen sind Katalanisch und Spanisch. Na gut, das mit dem „katalanisch“ sollte man in Mallorca lieber nicht erwähnen (das hätten die Katalanen zwar gern), aber richtigerweise spricht man hier „mallorquin“.

Mallorca liegt etwa 170 Kilometer vom spanischen Festland (Barcelona) entfernt und hat eine Ost-West-Ausdehnung von ca. 98 Kilometern und eine Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 78 Kilometern. Sie ist 3.640,11 km² groß, einschließlich der vorgelagerten Inseln, davon geschützteFlächen: 157.858,55 km2 Die Bevölkerungsdichte beträgt 240,45 Einwohner /km² (im Vergleich Sachsen 221/ /km²), von einer Zersiedlung kann also keine Rede sein. Mallorca verfügt über eine Küstenlinie von über 550 Kilometern Länge mit 345 Buchten.

Mallorca kann auch mit echten Bergen dienen, die Serra de Tramuntana ist ein Gebirgszug mit mehreren Gipfeln über 1.000 Meter Höhe parallel zur Nordwestküste. Der Name kommt von den scharfen und kalten Nordwinden, die auch an den Pyrenäen so genannt werden. Der höchste Punkt der Insel ist mit 1.445 Metern der Puig Major. Also wer gern mal Schnee in Mallorca sehen will hat hier, meist im Februar/März in der Tramuntana eine gute Chance. Ganz einfach ist das nicht, denn an solchen Tagen ist ganz Palma auf dem Weg in die „Berge“, denn Familien, vor allem Kinder wollen sich das kaum entgehen lassen.

Die Geschichte Mallorcas (vor allem von Römern und Mauren):

Vorab: Mir geht es hier nicht darum, aus den letzten 3.000 Jahren jede Volksgruppe oder jeden Herrscher zu erwähnen, der mal in Mallorca war oder hier das Sagen hatte, denn das waren schon eine Menge, denn es war schon immer (genau wie heute) relativ leicht, nach Mallorca zu kommen, eigentlich waren im Laufe der Geschichte alle schon einmal da, denn das Meer war nun einmal der wichtigste und bequemste Kommunikationsweg. Also nachstehend nur ein grober Überblick:

Die ersten Bewohner Mallorcas waren vor ungefähr 4.000 Jahren v. Chr. Völker, die von dem spanischen Festland oder Südfrankreich aus die Inseln entdeckten. Sie lebten wohl in den zahlreichen natürlichen Höhlen an den Küsten. Feuersteinspitzen und Knochensplitter wurden gefunden in den Höhlen von Muleta (Sóller) und Son Matge (Valldemossa).

Von Menschenhand errichtete Bauten finden sich ab ca. 1.500 vor Chr. in Gestalt der sogenannten Talayots, die man teils heute noch besichtigen kann (z.B. Cabocorb Vell in der Nähe von Cala Pi an der Ma-6014 bei km 23). Es handelt sich um Türme aus riesigen Steinquadern, teils quadratisch, teils rund, deren Nutzung bis heute nicht ganz geklärt ist.

Damit das hier nicht historisch ausartet will ich jetzt lieber ein paar hundert Jahre überspringen. Die ersten nennenswerten Spuren hinterließen die Karthager, deren Hauptstadt Karthago (in der Nähe des heutigen Tunis) ja gerade auf der anderen Seite des Mittelmeers lag (Entfernung ca. 270 km). Sie entwickelten sich insbesondere vom 6. bis zum 2. Jahrhundert v. Chr. zu einer absoluten Weltmacht, (wenn man diesen Begriff auf die damalige Zeit überhaupt anwenden darf) und streckten schon 654 v. Chr. ihre Fühler nach den Balearen aus. Viel zu „erobern“ gab es damals aber nicht und so waren das eher friedliche Handelsniederlassungen. Der Widerstand kam nicht etwa von der lokalen Bevölkerung, sondern vielmehr von den Römern, die seinerzeit ebenfalls begannen, ihren Einflussbereich weit über Rom und Italien auszudehnen, da war es absehbar, dass die beiden seinerzeitigen Großmächte irgendwann aneinandergeraten würden. Da gab es zwangsläufig erst Konflikte und dann Kriege, die, da die Römer die Karthager auch als Punier bezeichneten, „Punische Kriege“ hießen. Warum ich das hier erzähle hat einen bestimmten Grund: Die Balearen wurden in die insgesamt drei punischen Kriege zwischen 264 und 146 v. Chr. hineingezogen, denn im Heer der Karthager kämpften mallorquinische Söldner, die als Steinschleuderer eingesetzt und abgeleitet vom griechischen Wort ballein (werfen) ElsFoners Balearsgenannt wurden.Deren Kampftechnik war wohl so eindrucksvoll, dass sich der Name „Balearen“ für die gesamte Inselgruppe durchsetzte. Diesen Wortstamm gibt es übrigens auch in der deutschen Sprache in dem Wort „Ballistik“ aus der Waffentechnik für die Flugkurve bei Waffen und Raketen.

Doch auch deren Künste nutzten nichts, trotz aller Steinschleuderer unterlagen die Karthager in den Kriegen und 146 wurde sogar Karthago selbst erobert, aber nicht nur das, sondern bis auf die Grundmauern zerstört, alle (verbliebenen) Einwohner vertrieben, da blieb nichts mehr übrig, weder von der Stadt noch von ihrem Reich. Wer Lateinunterricht hatte erinnert sich vielleicht an den Satz von Cato dem Älteren: „ Ceterum censeo Carthaginem esse delendam” (Im Übrigen meine ich, dass Karthago zerstört werden muss).

Was Mallorca betraf blieb der Name der „Balearen“ und so ab 123 v Chr. kamen die siegreichen Römer, die nun sesshaft wurden. Sie blieben immerhin fast 600 Jahre. Im Jahre 122 v. Chr. gründeten sie Palma de Mallorca (Palmaria Palmensis) und um 70 v. Chr. Pollentia („die Mächtige“). Pollentia (heute: Pollença) war sogar wichtiger als Palma und die bedeutendste Stadt der Insel. Dort gab es bald alle Annehmlichkeiten der römischen Zivilisation mit Wasser- und Abwasserleitungen, Theater und öffentlichen Plätzen.

Klar, das alles ist schon mehr als 2.000 Jahre her, aber es ist doch sehr erstaunlich, dass es, außer in Pollença und Alcúdia nur relativ wenige Zeugnisse, Gebäude oder wenigstens Ruinen aus diesen immerhin 600 Jahren Römerzeit gibt. Ein Grund könnte sein, dass gerade in Palma die Steine von späteren Eroberern recycled und anderweitig verwendet wurden. Aus den schriftlichen Überlieferungen aus dieser Zeit weiss man, dass es weitere römische Ortschaften in Mallorca gab, die Bocchoris, Guium und ­Tuccis hießen, die man bis heute nicht einmal gefunden hat.

Aber: Die Römer legten sie den Grundstein für einen bis heute anhaltenden Exportschlager der Insel: Olivenplantagen und Weinberge.

Als das römische Reich ab 395 n. Chr.so langsam zerfiel, gab es wechselnde Eroberungen, die kaum Spuren hinterlassen haben, so dass man erst wieder aufpassen muss, als die Mauren auftauchten. Sie kamen erstmals im Jahre 707 nach Mallorca, konnten sich jedoch nicht festsetzen. Erst im Jahre 902 klappte es, Palma de Mallorca wurde in Medina Mayurka umbenannt und gehörte fortan zum Emirat von Cordoba. Die Mauren herrschten vom 10. bis zum 13. Jahrhundert und führten die Insel zu einer großen Blüte. Es wurden Mandel-, Aprikosen-, Apfelsinen- und Zitronenbäume auf die Insel gebracht, Bewässerungsgräben und Brunnen für die Landwirtschaft gegraben. Die Mauren erschlossen auch das Bergland der Tramuntana für landwirtschaftliche Nutzung. Hier schafften sie etwas mit großem Wiedererkennungswert für die Insel: den Terrassenfeldbau mit den bis heute eindrucksvollen Trockenmauern (parets seques). Auch die Gärten von Alfabia darf man nicht vergessen. Die Mauren liebten (und brauchten!) Wasser. Es gab Badehäuser, wie etwa die heute noch erhaltenen «Banys Arabs», die einzigen erhaltenen arabischen Bäder in Palma de Mallorca.

Es sind noch heute Ortsnamen erhalten, die auf arabischen Ursprung hinweisen wie Binissalem, Banyabulfar, Alcudia (Al-Kudia; arab. Hügel). Auch in der spanischen Sprache gibt es viele Begriffe arabischen Ursprungs, zB alles was mit „Al“ anfängt, wie z.B. albañil (Maurer), alcachofa (Artischocke), aljibe (Wasserdepot), aceite (Öl), azafrán (Safran), azucar (Zucker), alfombra (Teppich), azulejos (Kacheln).

Natürlich wurde in Palma auch eine große Moschee gebaut und daneben ein Palast (Palacio de Almudaina) für den Emir. Dass die späteren spanischen „Rückeroberer“ (reconquista) nicht die Moschee als Kulturdenkmal zum Zwecke der Besichtigung durch spätere Generationen würden stehen lassen war ja wohl klar, die wurde platt gemacht und genau an deren Stelle die heutige Kathedrale (La Seu) gebaut), aber den Almudaina -Palast gibt es bis heute. Die Fenster der Hauptfassade zum Meer sind im typisch arabischen Spitzbogenstil gehalten, die Holzdecken mit arabischen Mustern bemalt.

Während die Romer ihre Ansiedlungen großzügig und eher geometrisch angelegt hatten, gab es in dem maurischen Palma jede Menge verwinkelter schmaler Gassen in der Altstadt, die (auch) eine strategische Bedeutung hatten. Wenn ein Heer mit unfreundlichen Absichten die Stadt stürmte, mussten die Angreifer sich aufteilen, nur wenige nebeneinander und die Verteidiger konnten mit ein paar einfachen Hindernissen die Gassen absperren und die Angreifer isolieren.

Das Ende der maurischen Herrschaft nahte, als sich 1229 eine Flotte von 155 Schiffen, unter dem Befehl von Jaume I. von Aragón und Katalonien auf den Weg nach Mallorca machte. Am 12. September 1229 landeten sie bei Santa Ponça, aber erst nach einer 3-monatigen Belagerung konnten sie in der Silvesternacht 1229 zwar Palma erobern, nicht aber ganz Mallorca, denn die Burg von Alaró hielt der Belagerung weitere 8 Jahre stand. Noch heute wird jedes Jahr am 31. Dezember in Palma das Fest der Fahnen (Festa de l´ Estandard) zum Gedenken an König Jaume I gefeiert.

Nach der Befreiung von der Maurenherrschaft begann König Jaume I. mit dem Bau einer Kathedrale, klar genau auf dem Platz, an dem die von ihm zerstörte Moschee gestanden hatte. Die Grundsteinlegung erfolgte 1230, der Bau wurde aber erst 1630 fertig, na ja, nicht ganz, denn zwei moderne Künstler wirkten noch im 20. und 21. Jahrhundert mit: zum einen Antonio Gaudí, der zwischen 1904-1914 Anpassungen im Innern vornahm und Miquel Barceló, der 2007 eine der drei Kapellen umgestaltete. Die Kathedrale verfügt über einen Bestand von neun Glocken aus fünf Jahrhunderten: Die größte Glocke, genannt N'Aloi, wird nur zu festlichen Anlässen geläutet und gehört mit ihren rund 4.600 Kilogramm bei 2 Metern Durchmesser zu den größten Glocken Spaniens (die größte befindet sich in Toledo, 2,90 m). Mal Lust auf was Besonderes? Man kann nämlich im Rahmen einer Führung zu den Terrassen der Kathedrale hinaufklettern

https://www.catedraldemallorca.org/es/166-informacion-legal/3628-visitas-terrazas-terminos-y-condiciones.

Jaume I., der 1276 starb, verfügte in seinem Testament die Errrichtung eines „Königreichs Mallorca“, und das gab es dann tatsächlich, der erste echte (!) König von Mallorca war Jaume II. 1276-1311. Aber nach kurzen 73 Jahren war Schluss, denn mit dem Tod von Jaume III in 1349 kam das Ende und Mallorca fiel an die Krone von Aragón, schade!

Gegen Ende des 15.Jh wurde Mallorca immer öfter von Piratenüberfällen heimgesucht. Die Piraten verwüsteten Ortschaften nahmen die Einwohner als Sklaven oder töteten sie. Zum Schutz verlagerte man die Dörfer in das Landesinnere, direkt an der Küste verblieben nur kleine Häfen für Fischerboote. Man wusste schon damals, Piraten sind schlecht zu Fuß, man war außerhalb der Reichweite von Kanonen und hatte ausreichende Vorwarnzeit. Aus dieser Zeit stammt das Netz der Wach- und Verteidigungstürme, die überall errichtet wurden. Diese waren ständig besetzt und durch Rauchzeichen und Feuer wurden von hier aus der Bevölkerung vor den Piraten gewarnt und Verteidiger zusammengerufen. Noch heute gibt es in Mallorca eine Zweiteilung zwischen dem Dorf im Landesinneren und dem dazugehörigen Hafen (Alcúdia – Puerto de Alcúdia; Pollença – Puerto de Pollença, Andratx-Puerto de Andratx etc.), wobei sich heute deren Bedeutung (und die Immobilienpreise) genau umgedreht haben, die Ortschaften sind heute eher ruhig, während sich in den Häfen das quirlige touristische Leben abspielt.

Nach der Französischen Revolution 1789 flüchteten viele Franzosen nach Mallorca insbesondere Sóller, das ohnehin auch wirtschaftlich sich sehr nach Frankreich orientierte, denn der Weg über die Berge nach Palma war seinerzeit mühevoller als eine Bootsfahrt nach Frankreich.

Als 1833 Isabel II. spanische Königin wurde folgte die Säkularisierung (Desamortisation) aller kirchlichen Besitztümer Spaniens. In Mallorca traf das auch die Karthause in Valldemossa, die König Jaume II. von Mallorca 1309 seinerzeit als königliche Residenz hatte erbauen lassen; 1399 übergab dann Martin I. von Aragón den Palast dem Kartäuserorden, der das Gebäude im Laufe der Zeit erweiterte. Das war nun alles vorbei und das Kloster wurde in staatlichen Besitz überführt und versteigert, so dass sich die Karthause und deren Zellen bis heute in kleinteiligem Privatbesitz befindet.

1873 wurde die erste spanische Republik ausgerufen, die war aber nur von kurzer Dauer, denn schon 1874 kam die Monarchie zurück und Alfonso XII. wurde König. Mit dem Spanischen Bürgerkrieg 1936-1938 und der nachfolgenden Herrschaft von General Franco folgte eine der dunkelsten Epochen der spanischen Geschichte. Die Gräueltaten beider Kriegsparteien sind trotz allerlei Bemühungen bis heute nicht konsequent aufgearbeitet, dafür fehlt vielleicht noch die Distanz. Immerhin: Seit diese Zeit gab es keine Kriege und Eroberungen mehr, na ja, außer der im nachfolgenden Kapitel.

1976 wurde Spanien nach dem Tod Francos demokratisch, 1983 folgte das Autonomiestatut der Balearen und damit der Beginn einer wachsenden Unabhängigkeit vom Zentralstaat, die „Illes Balears“ bildeten nun eine autonome Gemeinschaft (Comunidad Autónoma; etwa: Bundesland) innerhalb des spanischen Staates. 1986 dann der Eintritt Spaniens in die EU.

Ein außergewöhnlicher Chronist der Geschichte von Mallorca war vor allem Ludwig Salvator von Österreich -Toscana (1847-1915). Er hielt sich ab 1867 über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahre oft in Mallorca auf, und verfasste ein 7-bändiges Werk „Die Balearen“, das heute noch als Standardwerk zu den Gebräuchen sowie der Flora und Fauna der Insel gilt. Er kaufte umfangreiche Ländereien zwischen Valldemossa und Deià. Dort durfte kein Baum gefällt, kein Haus errichtet werden, und alle Tiere, die nicht zu Nahrungszwecken gehalten wurden, konnten hier bis zu ihrem natürlichen Tode ein ungestörtes Leben genießen. Pazifist war er auch noch: 1911 schrieb er: „Wie viele Vorurteile werden beim Kennen eines anderen Volkes, beim Leben in seinem Lande abgestreift. Ich behaupte, dass wenn sich die einzelnen Völker besser kennten, sie sich auch nicht anfeinden würden.“

Eroberung 2.0: DieGeschichte des Tourismus

Die ersten in einer langen Reihe von prominenten Touristen waren im Winter 1838/39 die französische Schriftstellerin George Sand mit ihren beiden Kindern und ihrem Lebensgefährten Frédéric Chopin, sie lebten in Valldemossa. In ihrem Buch “Ein Winter auf Mallorca" schreibt sie allerhand kritisches, schwärmt aber auch: "Das ist der schönste Ort, den ich je bewohnt habe."

Anfang des 20. Jahrhunderts besuchen die ersten Individual-Touristen die Insel und allmählich entwickelt sich eine touristische Infrastruktur: So wird 1903 mit dem "Grand Hotel" das erste Hotel in Palma de Mallorca eröffnet, in Port de Pollença folgte 1929 das “Hotel Illa d’Or“ und im selben Jahr entstand das legendäre “Hotel Formentor”.

1905 gründet der Unternehmer und Journalist Enrique Alzamora Gomà die Institution, die sich zur Aufgabe stellte, Mallorca als touristisches Ziel bekannt zu machen: "Fomento del Turismo", den ältesten Fremdenverkehrsverband der Welt.

Natürlich waren das alles Individualreisende, an Massentourismus dachte damals noch keiner. Da lag die Cote d´Azur und auch die italienische Riviera weit vorne. Mallorca begann ganz schüchtern 1946 mit einer Werbekampagne zu “Flitterwochen in Mallorca“. 1950 gab es ganze 22.000 Ausländer, die die Insel besuchen. Das änderte sich aber ganz schnell, denn im folgenden Jahrzehnt trat zum einen 1956 ein Bodengesetz (Ley del Suelo) in Kraft, mit dem erstmals eine Baugenehmigung eingeführt wurde und damit begann ein zunächst bescheidener Bauboom. Während es 1950 noch 4.000 Hotelbetten in Mallorca gar waren es 1960 schon knapp 20.000 und immerhin 360.000 ausländische Besucher. Damit nahm das ganze so langsam Fahrt auf und im nächsten Jahrzehnt bis 1973 gab es 230.000 Hotelbetten und 2.850.000 Besucher. Ein Turboeffekt stellt sich dadurch ein, dass nun Charter-Reisen angeboten wurden, der Tourist also Flug und Unterkunft gemeinsam und vor allem günstiger buchen konnte, nun hatte der Massentourismus auch Mallorca erreicht.

Natürlich gab es immer wieder Einbrüche, die Ölkrise 1974 bis 1977, der Golfkrieg 1990/91 und 2003, die Lehman Brothers Pleite 2008 mit der nachfolgenden schweren Immobilienkrise, die auch den Immobilienmarkt in Mallorca traf, aber wenn es ein Kennzeichen von Mallorca ist, dann die verlässliche Gewissheit, dass Krisen kommen, aber auch dann wieder gehen und anschließend ein weiterer Höhenflug beginnen kann. Einer der Gründe war (auch), dass Mallorca in den vergangenen Jahren vom Elend anderer Destinationen, wie Ägypten, Tunesien und Türkeiprofitierte. Zwischen 1993 bis 2000 stiegen die Touristenzahlen auf den Balearen von 7,1 Mio. auf 10,4 Mio. und in 2017 auf 14 Mio.

Vielen bereitet dieses scheinbar grenzenlose Wachstum große Kopfschmerzen, in der Tat war 2017 zwar ein Höhepunkt aber auch ein Tiefpunkt. Die Insel platzte im Sommer aus allen Nähten. Im August 2017 kamen manchmal pro Tag 180.000 Urlauber an.

Die sich immer weiter ausbreitende (weil sehr lukrative) Ferienvermietung verschärft die Wohnungsnot für die locals, es entbrennt ein erbitterter Kampf um bezahlbaren Wohnraum. Seitdem steuert die Politik um und will vom Massentourismus auf Qualitätstourismus (turismo de calidad) umschwenken, wenn das so leicht wäre!

Man führte eine Touristensteuer (impuesto turístico) ein, die von 2017 auf 2018 gleich mal verdoppelt wurde. Wählerproteste waren da ja nicht zu befürchten, denn eine Steuer, die immer die anderen zahlen, kommt grundsätzlich gut an.

Zudem trat ein Gesetz in Kraft, das unter anderem die Zahl der touristischen Übernachtungsplätze auf etwa 623.000 beschränkt.

Daneben wurde eine strenge gesetzliche Regelung der Ferienvermietung eingeführt, die in einigen Gegenden gänzlich untersagt wurde, um Auswüchse zu beschneiden.

Aus Touristen werden Residente

Schon sehr früh hatten einige Deutsche die Idee, Mallorcas Tourismus-Boom zu nutzen und dort selbst Wurzeln zu schlagen:

Hasso Schützendorf ein ebenso umtriebiger wie umstrittener Autovermieter. Er fing 1961 mit einem roten SEAT 600 und zwei Mofas in Mallorca an und schaffte daraus ein Imperium, das aber 2012, neun Jahre nach seinem Tod Insolvenz anmelden musste.

Auch Horst Abel, ein gelernter Metzger aus Fulda, ist einer der ersten. Er wanderte 1970 nach Mallorca aus, ist zunächst Besitzer einer kleinen Imbissbude, baut aber bald eine eigene Fleisch- und Wurstwarenfabrik.

Am 14. Juni 1971 eröffnet der Düsseldorfer Erwin Bornscheuer mit großem Erfolg die erste Disco Mallorcas: das "Carrusel".

Ein wahrer Boom wurde ausgelöst, nachdem Spanien 1987 der EU beigetreten war, nun brauchte man keine Aufenthaltsgenehmigung mehr, keine Arbeitserlaubnis. Damit hatten nun auch viele deutsche Berufsträger die Möglichkeit, sich in Spanien niederzulassen und sich in die spanischen Kammern eintragen lassen, wie etwa Ärzte, Anwälte, Architekten.

Ausländer tummelten sich nun auch auf den Immobilienmarkt, zunächst nur als Kunden, bald aber auch als Bauträger und Makler. Statt billiger Ferienwohnungen nur für den Sommer wie noch in den 60-iger Jahren stiegen die Ansprüche ebenso schnell wie die Preise. Wohnsitz Mallorca-Arbeitsplatz Deutschland ist kein Widerspruch mehr, moderne Technik und Homeoffice machen das möglich.

Daneben träumen viele Aussteiger von einem Leben in Mallorca, die aber weder eine zündende Geschäftsidee noch Geld mitbringen und schon gar nicht die Sprache sprechen, besonders beliebt (aber wenig originell) Fitness Studio, Yoga, Café. Und so gibt es nicht nur einen stetigen Strom nach Mallorca, sondern ebenso auch einen wieder zurück.

So entsteht nach und nach eine deutsche Infrastruktur, mit dem unerfreulichen Nebeneffekt, dass dies den deutschen Residenten das Erlernen der spanischen Sprache erspart, eine Ghettoisierung beginnt.

Dass man Mallorca als „17. Bundesland„ und einen deutschen Schlagersänger als „König von Mallorca“ (dabei gab es den doch nur von 1276-1349!) bezeichnet, ist geschmacklos und transportiert durchaus verbreitete Vorurteile gegen Deutsche, befördert noch durch die Saufexzesse an der Playa de Palma und beweist mangelnde Sensibilität gegenüber Mallorca, deren Bewohnern und deren Geschichte.

Ur-Einwohner und Residente

Auf den Balearen leben ca. 1,2 Mio. Einwohner, auf der Insel Mallorca ca. 920.000, davon leben ca. die Hälfte (420.000) in der Hauptstadt Palma de Mallorca.

Die nächstgrößeren Gemeinden sind Calvià (51.000), Manacor (41.000), Llucmajor (37.000), Marratxi (35.000) und Inca (30.000). In Ibiza leben ca. 130.000 Menschen, in Menorca ca. 95.000.

Der Ausländeranteil an der Bevölkerung beträgt knapp 18 % (1998 waren es gerade mal 5 %), das ist der Höchstwert in Spanien vor Melilla und Catalunya.

Die Deutschen liegen auf Platz drei hinter Marokkanern und Argentiniern. Dennoch auch dieser Spitzenplatz ist in Gefahr! Waren es in 2012 noch 31.000 Deutsche sind es am 01.01.2020 18.700, die offiziell in Mallorca gemeldet sind, während die Italiener so langsam näher rücken (2019 ca. 12.000). Ein nachvollziehbarer Grund könnte darin liegen, dass just im Jahr 2012 in Spanien die Vermögenssteuer eingeführt wurde und deutsche Residenten nun auch Steuern auf ihr deutsches Vermögen bezahlen mussten, das hat vielen nicht gefallen, sie gaben ihren Status als Residente auf, die Statistik täuscht also, die sind überwiegend alle noch da.

Überhaupt zu den Zahlen, das sind alles nur Anhaltwerte: Jeder rechnet da anders, es gibt ständige Änderungen und jeder hat seine eigene Statistik.

Essen und Trinken auf Mallorca

Durch die Insellage ist es leicht nachvollziehbar, dass die typischen Gerichte von Mallorca ausschließlich aus lokalen Produkten hergestellt werden. Rindfleisch sucht man also in Mallorca vergebens. Nachstehend nur eine kleine Aufstellung, die weder vollständig noch „richtig“ ist, denn genau wie bei deutschen Gerichten gibt es, von Dorf zu Dorf, von Familie zu Familie, Unterschiede bei Zutaten und Zubereitungsweisen, man denke da nur an die vielen Variationen des deutschen „Sauerbraten“ (ursprünglich aus Pferdefleisch, das meist so hart war, dass es lange vorher eingelegt werden musste).

Pa amb oli gehört an den Anfang, ist eines der traditionellsten Gerichte der Insel. Das harte krustige mallorquinische Brot (evtl. vorher getoastet), auf der eine Tomate eingerieben (unbedingt ramillete!) wird, das Ganze mit gutem Olivenöl etwas saftiger gemacht (Knoblauch dazu geht immer) als kleiner Imbiss, oder Beilage zu anderen Mahlzeiten.

Frit mallorquí auch eines der beliebtesten Gerichte Mallorcas, man könnte sagen, sieht optisch aus wie eine paella, aber mit Bratkartoffeln statt Reis, und auf Fleischbasis, auch Leber, Zwiebeln, Tomaten und rotem Paprika.

Die “sopa mallorquina" (übersetzt: „mallorquinische Suppe“), ist vor allem keine „Suppe“, sondern praktisch ohne Flüssigkeit! Ähnelt einem Gemüseeintopf auf der Basis von Kohl, roten Paprika, Knoblauch und Zwiebeln und Brotkrumen.

Tumbet, entfernt verwandt mit einem Ratatouille, wird serviert in einem Tontopf (greixonera), besteht aus Kartoffeln, Auberginen, rotem Paprika, Tomaten (alles ungeschält), getrennt gebraten mit Olivenöl, Knoblauch. Die einzelnen Bestandteile werden dann in Schichten in die greixonera gelegt, obendrüber kommt dann die Tomatensauce. Es gibt die vegetarische Variante, aber auch mit Schweinefleisch oder Fisch möglich. Ob am Schluss alles noch mal in den Backofen muss, ist Geschmackssache. In der Saison auch mit dem edelsten aller mallorquinischen Pilze den „esclatasang“ (Echter Reizker, auch Kiefern Blutreizker), Pilze suchen, das ist auch ein mallorquinisches Hobby.

Gefüllte Auberginen, die kann man mit nun wirklich allem füllen, ob Hackfleisch, Fisch oder Käse.

Es gibt eine Vielzahl von Reisgerichten, "arròs brut", der aus einem Reis mit Pilzen, Schnecken, Schweinefleisch, Kaninchen und Geflügel und Gemüse bestehen kann, oder “arroç sec" ebenfalls sehr traditionell und einer paella sehr ähnlich.

Wurst ist eines der Hauptelemente: sobrassada, llonganissa, butifarrón, camaiot und blanquet, um nur einige zu nennen. Hervorheben muss man die sobrassada, eine Streichwurst auf der Basis von Schweinefleisch und Paprika, daher die rote Farbe.

Bei Familienfesten ist oft ein Spanferkel (porcella) angesagt. Viele Familien haben im Haus oder auf ihrer finca einen echten Stein- Backofen. Wird zubereitet mit gehackten Kartoffeln und gewürzt mit Kräutern der Insel, wie z. B. Rosmarin.

Escaldums, eigentlich ein Gericht für die Weihnachtszeit, zubereitet in der greixonera, die man jetzt ja schon kennt, eine Art Eintopf mit Puten- und manchmal auch Hähnchenfleischstücken, Kartoffeln und Fleischklößchen.

Trempó Das ist der mallorquinische Sommersalat aus Tomaten, Paprika und Zwiebeln, Salz (unbedingt in der Reihenfolge zubereiten!) .

Typisch insbesondere in der Karwoche (Semana Santa) sind Empanadas (panades mallorquines), meist in runder Form, die Füllung ist ein weites Feld, da geht alles rein, sogar Süßes, ähnlich sind espinegadas oder cocarrois

Das mallorquinische Brot ist gewöhnungsbedürftig, da meist ungesalzen (braun oder weiß,)

Coca de verdura, darf man dazu „so eine Art Gemüsepizza“ sagen, ohne dass gleich ein Aufschrei der Kenner erfolgt? Mit trempó oder gerösteter roter Paprika belegt.

Süßspeisen und Gebäck

ich gebe zu das ist ein kritisches Thema, denn was Kuchen und Gebäck angeht ist man aus Deutschland natürlich sehr verwöhnt, da muss man bei aller Liebe für Mallorca schon leichte Abstriche machen

Der Inbegriff von Süßem ist die ensaimada, ein in vielen Größen in Schneckenform gerolltes Gebäck, in Schweineschmalz gebacken, das ganz unterschiedlich gefüllt wird, vor allem mit Kürbis (cabello de angel; Engelshaar), Sahne, Schokolade, kandiertem Kürbis oder auch eine herzhafte Variante mit mit sobrasada-Stücken. Die ensaimada ist das klassische Mitbringsel aus Mallorca und wird an Flughäfen in vieleckigen Kartons verkauft. Meine Empfehlung: wenn man die Zuneigung der Lieben daheim aufrechterhalten möchte, bitte nur einmal mitbringen!

Typisch sind auch die crespells und robiols, die traditionell mit Quark, Kürbis oder Aprikosenmarmelade gefüllt sind.

Zum Schluss: Endlich F I E S T A S !!!!

Die wichtigsten Festtage in Mallorca sollte man kennen nicht nur aus Interesse an der Insel, sondern auch um zu vermeiden, dass man an einem beliebigen Tag zum Einkaufen nach Palma fahren möchte und vor allseits verschlossenen Läden steht und man sich dann fragt was wohl hier los ist.

Es geht gleich am 5. Januar los, dem für Kinder wohl wichtigsten Tag des Jahres, denn am diesem Tag kommen die Heiligen Drei Könige per Schiff in Palma, letzteres beladen mit Geschenken, denn am 6. Januar, dem Dreikönigstag gibt es die ersehnten (und bestellten?) „Weihnachtsgeschenke“ (und nicht etwa an Heiligabend). Dies ist auch der Grund dafür, dass das Arbeitsjahr in Spanien immer „después de las Fiestas“ (nach den Feiertagen) beginnt und das ist halt der 7. Januar und keineswegs der 27. Dezember. Damit gibt es in Mallorca auch noch in den ersten Januartagen Weihnachtsstimmung, Weihnachtsmärkte und Weihnachtslieder.

In vielen Dörfern wird am 17. Januar (und schon am Vorabend) das Fest des Heiligen Antonius der Abt gefeiert, insbesondere in Artà, Manacor, vor allem aber in Sa Pobla.

Am 20. Januar feiert Palma de Mallorca den Schutzpatron der Stadt, den Heiligen Sebastian. Am Vorabend werden in den Straßen der Stadt Feuer entzündet und an vielen Ecken große Grills aufgestellt, jeder bringt was mit und so kann die Nachbarschaft ein schönes Grillfest ("Torrades") feiern.

Im Februar steht der Karneval an. Zwar eher eine Veranstaltung für Kinder und in Mallorca bei weitem nicht mit der Bedeutung wie in Deutschland, aber in Palma gibt es einen Umzug für die Großen (Sa Rua) und für die Kleinen (Sa Rueta). Geradezu brasilianisch hingegen geht es zu in Puerto de la Cruz (Tenerife).

Am 1. März wird der Tag der Balearen (Dia de las Islas Baleares) gefeiert. Er erinnert an das Inkrafttreten des Autonomiestatuts der Balearen am 1. März 1983.

Die Semana Santa, die Karwoche, muss man besonders hervorheben, eine intensive, mit vielen Prozessionen und Umzügen begleitete Woche, auch Gründonnerstag (Jueves Santo) ist Feiertag.

Ganz wichtig ist die Noche de San Juan am 23. Juni. Das klassische Sonnenwendfest, aber halt auf spanische Art, mit Feuer und Feuerwerk, Grillen am Strand und jede Menge Party.

Und zum Gedenken an den Kampf gegen die Mauren gibt es mehrere Orte, in denen es Tradition ist, im Rahmen eines fröhlichen Volksfestes die Schlachten zwischen Christen und Mauren nachzustellen. Diese Feiern moros y cristianos "Mauren und Christen" genannt werden gefeiert vor allem in Pollença, am Tag der "la Patrona" (2. August), und in Sóller („Es Firó“), am Montag nach dem zweiten Sonntag im Mai.

Jedes Jahr am ersten Samstag im August findet die Marcha des Güell a Lluc a peu statt, die zu Fuß von Palma de Mallorca und anderen Orten bis zu dem Wallfahrtsort Kloster Lluc (Escorca) hinaufführt, wo sich die Madonna von Lluc (Schutzpatronin von Mallorca) befindet.

Die Diada de Mallorca wird am 12. September gefeiert, um an den Eid zu erinnern, den König Jaume II. von Mallorca 1276 in der "Carta de franqueses i privilegis del Regne de Mallorca" ablegte.

Ein weiteres beliebtes Fest auf der Insel ist der "Dijous Bo” in Inca, der immer am vierten Donnerstag nach Sant Lluc am 18. Oktober stattfindet. Früher ein Viehmarkt, heute ein Jahrmarkt mit allen möglichen mallorquinischen Produkten.

Auch immer im November findet eines meiner liebsten Dorffeste statt, die „Fira de s´Oliva“ in Caimari, geprägt durch Olivenprodukte aller Art und sonstige Produkte der Insel, ein noch sehr ursprüngliches Fest ohne Karussell und Schießbuden in einem sehr malerischen kleinen Ort (600 Einwohner).

Das älteste Fest auf Mallorca (und eines der ältesten in Europa, da es seit 1229 ununterbrochen gefeiert wird) findet am 31. Dezember statt, zum Andenken an die Eroberung Mallorcas durch die Truppen von König Jaume I.

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