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Betrüger nutzen Internet

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8 Abril 2016

Wer kennt nicht die Zeitungsanzeigen, in denen ein „lukrativer Nebenverdienst“ angeboten wird. Wenig Arbeit, schnelles Geld und das alles vielleicht sogar von Zuhause aus neben dem eigenen festen Job als Zusatzeinkommen, das klingt verlockend. Wer dann näher nachforscht wird meistens enttäuscht, im besten Fall steht dahinter irgendein Unternehmen, daß gegen Zahlung einer Provision Verkäufer für seine meist wenig marktfähigen Produkte sucht, ein sicheres Einkommen? Fehlanzeige.

Schon etwas attraktiver klingt da eine Offerte, die gelegentlich über das Internet verbreitet wird. Per E -Mail werden Interessenten mit einer Bankverbindung in Spanien gesucht, keine weitere Qualifikation erforderlich. Viel Arbeit wird dem Interessenten auch nicht zugemutet, er soll lediglich erlauben, dass über sein Konto ein paar „Banktransaktionen“ durchgeführt werden, wobei der Kontoinhaber für jede Transaktion ein Entgeld zwischen 1.100,00 € und 4.500,00 € erhalten soll. Ein solches Angebot klingt auf den ersten Blick natürlich schon viel besser und man könnte geneigt sein, das eigene Konto anzubieten. Komisch nur, dass der Anbieter nicht einfach selbst ein Konto in Spanien eröffnet, ist doch eigentlich gar nicht so schwer.

Man kann nur davor warnen, auf ein derartiges Angebot einzugehen, denn dass hier potentielle Betrüger am Werk sind, ist mehr als offensichtlich. Es liegt nahe zu vermuten, daß der gesuchte Kontoinhaber in einem ausgeklügelten Betrugssystem den Part einer seriösen Kontostelle ausüben soll. Und das geht so: Clevere Anlagebetrüger versprechen interessierten (und reichlich blauäugigen) Investoren sagenhafte Renditen, falls sie ihnen Kapital zur Verfügung stellen. Der Nachweis, dass alles transparent und ehrlich zugeht, wird dadurch geführt, dass alle Anlegergelder auf dem Konto eines solventen Kontoinhabers bei einer seriösen Bank in Spanien geparkt werden sollen. Das klingt doch schon mal recht überzeugend. Erfolgt dann tatsächlich eine Zahlung, darf man vermuten, daß der per Mail geköderte Kontoinhaber, der von alledem nichts weiß, aufgefordert wird, unverzüglich den auf seinem Konto eingegangenen Betrag zu einer Off -Shore Gesellschaft in der Karibik oder Fernost weiter zu überweisen, dafür darf er dann gerne 1.100,00 € behalten.

Fliegt der Schwindel auf und forscht der geprellte Anleger nach seinem Geld, wird er feststellen müssen, daß das längst unrückholbar verschwunden ist. Aber immerhin, er könnte ja versuchen sich an den Kontoinhaber zu halten, der so leicht in eine unangenehme Lage geraten kann. Hätte er nicht wissen müssen, dass..? Und ist er nicht letztlich verantwortlich, weil er ja immerhin die Überweisung veranlasst hat? Wie auch immer, in jedem Fall viele unschöne Probleme für das versprochene Entgelt. O.K., ich bin vielleicht ein wenig mißtrauisch, aber was würden Sie davon halten, wenn Sie wüßten, daß der anbietende Inserent über eine E -Mail -Adresse in Rußland operiert.

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