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El banco malo, was ist das eigentlich?

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8 Abril 2016

„Banco Malo“, die „böse“ oder „schlechte“ Bank, sehr nett klingt das nicht! Kein Wunder, dass man in der deutschen Sprache bei dem englischen Begriff der „bad bank“ geblieben ist. Eine „böse Bank“, aber was ist das überhaupt? Sind das eigentlich nicht alle Banken, wird mancher fragen?

Das Ganze hat natürlich mit der Finanzkrise im Allgemeinen, ganz besonders aber mit der Immobilienkrise in Spanien zu tun. Durch dieses unheilvolle Zusammentreffen sitzen spanische Banken auf riesigen Immobilienkrediten, die von den Kunden nicht zurückgezahlt werden (können). Hinzu kommt, dass erst vor wenigen Wochen die Räumung von zwangsversteigerten Wohnungen in bestimmten Fällen für zwei Jahre gesetzlich untersagt wurde mit der Folge also, dass Banken nun erst recht nicht mehr in der Lage sind, sich die ausstehenden Schulden über eine schnelle Versteigerung der Immobilien zurückzuholen.

Diese faulen Immobilienkredite, auch manchmal etwas übertrieben als „toxische Kredite“ bezeichnet, müssen weg, das war von Anfang an klar, damit die Banken weiterhin ihre überaus wichtige Funktion als Kapitalgeber für die Wirtschaft erfüllen können. Wo es hinführt, wenn eine Bank nicht mehr funktionsfähig ist hat man seit der Lehman -Pleite noch gut vor Augen.

Um diese gefährdeten Banken wieder flott zu bekommen hat man sich nun ausgedacht, dass diese Kredite, einschließlich aller dafür bestellten Sicherheiten (also vor allem Hypotheken) an einen Dritten übertragen werden. Damit dies auch geordnet abläuft soll eine vom Staat neu gegründete Institution alle diese Immobilienkredite übernehmen, eben die „banco malo“. Tatsächlich hat diese natürlich einen anderen Namen: „Sociedad de Gestion de Activos Procedentes de la Reestructuracion Bancaria (SAREB), die zum 1. Dezember 2012 gegründet wurde.

Da die verzweifelten Banken die Immobilienkredite natürlich nicht umsonst hergeben wollen braucht die SAREB Kapital, und zwar nicht zu knapp. Die spanische Regierung geht von einem Kapitalbedarf von maximal 60 Mr d. € aus. Wieviel genau weiß niemand, aber es werden wohl mindestens 45 Mrd. € und maximal 90 Mrd. € sein, für die letztlich die EU geradestehen wird. Die spanische Regierung wird ihren Anteil über den “Fondo de Reestructuracion Bancaria (FROB) einbringen, allerdings nur eine Minderheitsbeteiligung, der Rest muss von Investoren und den gesunden Banken erbracht werden. Nachdem diese anfänglich etwas zögerlich waren, rollt nun der Rubel. Einige spanische Banken (u.a Santander, La Caixa, Banco Popular, Bankinter, Banco Sabadell, Unicaja, Banca March) haben bereits Zusagen gemacht, BBVA hat sich geweigert. Auch ausländische Investoren wie die Deutsche Bank und Barclays, aber auch Fonds wie KKR, Cerberus und Pimco werden dabei sein. Damit ist jedenfalls genug Geld zusammen, damit es nun losgehen kann.

Per 31.12.2012 wurden die ersten Kreditpakete in die SAREB („banco malo“) übernommen, insgesamt bis zu 89.000 Immobilien mit 13.000.000 m² Fläche. 21 % dieser Immobilien liegen in Katalonien, nur 1 % auf den Balearen.

Die Erleichterung der betroffenen Banken wird sich durchaus in Grenzen halten, denn der „Kaufpreis“, den die SAREB zahlt, wird deutlich heruntergewertet. Der Durchschnitts -Nachlass beläuft sich auf 63 % (79,5 % für Grundstücke 63,2 % für la ufende Vorhaben und 54,2 % für bebaute Grundstücke), bezogen auf die Immobilienbewertung vor der Krise.

Die Investoren in die SAREB werden mit einer Rendite von 14- 15 % angelockt. Der „businessplan“ geht davon aus, dass die Immobilienpreise ab 2017 jäh rlich um 3 % steigen werden. Man geht nicht davon aus, dass in den ersten Jahren Verkäufe in größerem Umfang möglich sein werden. Die SAREB soll eine beschränkte Laufzeit von 15 Jahren haben. Ein gewisser Nachteil besteht darin, dass SAREB letztlich keine Bank ist und daher möglichen Käufern von Immobilienpaketen keine Finanzierung anbieten kann. Das soll aber in den nächsten Tagen noch mit der EU besprochen werden.

Die gute Nachricht für Mallorca: Die geringe Beteiligung der Balearen an dem Paket (nur 1 %!) zeigt die fundamentale Robustheit des hiesigen Immobilienmarktes und ist ein klarer Indikator dafür, dass damit die Preisentwicklung nach unten gestoppt sein dürfte.

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