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Inflation? Nein danke!

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8 Abril 2016

Der Begriff der Inflation beschreibt sicherlich eines der größten Angstszenarien. Auch wenn wir alle diese Zeiten um 1930 nicht erlebt haben, dieser Begriff steht für Weltwirtschaftskrise, extreme Arbeitslosigkeit, wirtschaftliche Zusammenbruch der Staaten und Geldscheinen mit vielen Nullen, die letztlich doch keine Kaufkraft verkörperten.

Und die Angst vor dieser Inflation hat zu der vielfach missbrauchten Platitüde der “Flucht in die Sachwerte” geführt. Kein Wunder also, dass gelegentlich genau dieses Argument verwendet wird, um den dringenden Ankauf einer Mallorca -Immobilie zu empfehlen. Dafür kann es nun wahrhaftig viele Gründe geben, aber bestimmt nicht die Angst vor Inflation!

Merkwürdigerweise hat niemand Angst vor dem viel wahrscheinlicheren Gegenteil, der Deflation. Nach einer Umfrage von “Spiegel Online” gehen 92,3 % der Deutschen von einer drohenden Inflation aus, nur 1,4 % glauben an eine Deflation. Dabei liegt die diese verschwindende Minderheit näher an der Wahrheit als die absolute Mehrheit. Rein gar nichts spricht derzeit für eine Inflation:

  • die Arbeitslosenquote in der EU ist mit 12 % erschreckend hoch;
  • die Reallöhne steigen kaum noch (in 2013 nur 1,3 %) ;
  • der Steuerdruck auf die Bürger wächst ;
  • die Spareinlagen sind jeden Tag weniger wert, weil die mickrigen Zinsen noch niedriger sind als die derzeitige Minimal- Inflation von  1,5 % , erst recht wenn man die spanische Vermögenssteuer mit in Betracht zieht (das kann man auch Enteignung nennen); 
  •  die Kreditvergabe der Banken geht gegen Null, und wenn Banken derzeit etwas anstreben, dann ist es, ihr Kreditportfolio weiter zu reduzieren;
  • da die Unternehmen von den Banken nicht mit Geld versorgt werden, finden Investitionen nur in geringem Umfang statt;
  • die Staaten haben nach ihre gnadenlosen Schuldenpolitik erkannt, dass es so nicht weitergehen kann und fahren massive Sparprogramme, hierzu gehört auch Spanien.

In diesem Umfeld kann kein preistreibender Konsumrausch entstehen, eher genau das Gegenteil. Wenn der Bürger einmal merkt, dass morgen sowieso alles billiger sein wird, wird er den geplanten Autokauf auf das kommende Jahr verschieben. Da ist an Wirtschaftswachstum nicht zu denken. Aber um genau dieses durchaus gewünschte Ziel zu erreichen, müssen die staatlichen Notenbanken billiges Geld zur Verfügung stellen, mit anderen Worten , die niedrigen Zinsen bleiben erst mal. Dies gilt insbesondere für die kurzfristigen Zinsen, diese sind schon seit langem stabil niedrig. Lediglich bei den langfristigen Zinsen gibt es etwas Bewegung.

Aber es gibt auch Hoffnung: viele Länder aus dem Bereich der “emerging markets” ( früher nannte man das etwas lieblos “Entwicklungsländer”) haben viel nachzuholen, so dass dort die Nachfrage nach Konsumgütern hoch bleiben wird. Es wird halt noch lange dauern, bis jede Familie in der Türkei, Brasilien oder Indien, um nur einige zu nennen Kühlschrank, Waschmaschine und Auto besitzt.

Gegen eine Stagnation spricht auch die Entwicklung in vielen Wachstumsbranchen: IT, internet , e-commerce, alternative Energien, Technik, da passiert zur Zeit sehr viel.

Ganz nebenbei ist das alles eine gute Nachricht für den spanischen Immobilienmarkt; die (variablen) Hypothekenzinsen werden niedrig bleiben und damit auch die Raten für den Hypothekenkredit.

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